Dr. Josef Schwalber - Rechtsanwalt und Politiker

Josef Schwalber wurde am 19. März 1902 in Fürstenfeldbruck geboren und entstammte einer Handwerkerfamilie.
Nach dem Abitur studierte er von 1921 bis 1925 Rechts- und Staatswissenschaften (Jura) an der Ludwig- Maximilians-Universität in München und wurde aktives Mitglied der katholischen Studentenverbindung Ottonia im Kartellverband. 1927 promovierte er in München. 1928 legte Dr. Schwalber die Zweite Staatsprüfung für den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst ab. Seit 1929 arbeitete er als Rechtsanwalt in Dachau. Zur selben Zeit trat Dr. Schwalber der Bayerischen Volkspartei (BVP) bei.
Im Frühjahr 1933 wurde Dr. Schwalber für die BVP in den Gemeinde- und Kreistag von Dachau gewählt. Wegen seiner Weigerung, zur NSDAP überzutreten, kam er Ende Juni 1933 einige Tage in „Schutzhaft“. Danach konnte er weiter seiner Anwaltstätigkeit nachgehen.
Bei Kriegsausbruch wurde er vom Kriegsdienst freigestellt, Anfang 1943 wurde Dr. Schwalber dann doch noch zur Wehrmacht eingezogen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Dr. Josef Schwalber hauptsächlich in der Kommunalverwaltung tätig und war von Anfang 1945 bis Februar 1947 Erster Bürgermeister der Stadt Dachau und ab Mai 1945 Stellvertreter des Landrats.
Nach anfänglichen Bemühungen, die Bayerische Volkspartei wieder zu beleben, trat er der CSU bei. Im Jahr 1946 war er Mitglied der Bayerischen Verfassunggebenden Landesversammlung und als CSU-Abgeordneter in den Jahren 1946 bis 1950 Mitglied des Bayerischen Landtags.
Ab 10.02.1947 bekleidete er das Amt des Landrats in Dachau und wechselte im Dezember diesen Jahres in das Amt des Staatssekretärs im bayerischen Innenministerium. Hier war er für Verfassungsfragen zuständig. U.a. vertrat er die These, dass das Deutsche Reich am 08. Mai 1945 untergegangen und nunmehr unter Vermeidung der „Fehler“ der Bismarkschen Reichsverfassung in betont föderalistischem Sinne von den Ländern her wieder zu errichten sei.
Dr. Schwalber war einer der Teilnehmer des Verfassungskonvents auf Herren Chiemsee (10. bis 23. August 1948), der im Auftrag der Ministerpräsidenten der Länder einen „Verfassungsentwurf ausarbeiten sollte, welcher dem Parlamentarischen Rat als Unterlage dienen“ könnte. Als Mitglied des Parlamentarischen Rats (1948 bis 1949) begründete er vor der Schlussabstimmung am 08. Mai 1949 die Ablehnung des Grundgesetzes durch sechs der acht Mitglieder der CSU. In der Tageszeitung „Die Neue Zeitung“ hatte er in einem Beitrag am 21. September 1948 ausgeführt: „Der Föderalismus ist keine bayerische Staatsidee, er ist ein deutsches Problem. Es hat keinen Sinn, sich in den bayerischen Schmollwinkel zurück zu ziehen. Das gesamtdeutsche Schicksal ist heute mit zu gestalten.“
Im Jahr 1951 trat er das Amt des Kultusministers an, welches er bis Dezember 1954 innehatte. In dieser Funktion vertrat er auch das Kabinett des bayerischen Ministerpräsidenten Hans Ehard (CSU). In den Jahren 1957 bis 1963 war Dr. Josef Schwalber Landrat des Landkreises Dachau. 1965 begründete er die Heimatzeitschrift „Amperland“, die noch immer verlegt wird, mit.
Dr. Josef Schwalber verstarb am 16. August 1969 in München. Nach ihm wurde eine Straße in der Stadt Dachau benannt und auch die Staatliche Realschule Dachau trägt seinen Namen „Dr.-Josef-Schwalber-Schule“.
Zum Gedenken an Dr. Josef Schwalber stiftet seine Familie unserer Schule alljährlich einen Geldbetrag, damit wir den „Schwalber-Preis“ an einen Schüler/eine Schülerin vergeben können, der oder die sich in besonderem Maße sozial oder künstlerisch engagiert hat. Die Preisträger der letzten Jahre waren
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1991/92
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Christian Stangl
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1992/93
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Stefan Wörl
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1994/95
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Tina Lucht
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1996/97
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Rene Bühling
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1998/99
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Paul Brandhofer und Christian Klisa
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1999/2000
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Sonja Bigl und Sandra Fischer
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2001/02
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Mischa Simon
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2002/03
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Marco Döhring
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2004/05
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Sebastian Biller
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2005/06
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Katharina Züfle
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2008/09
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Claudia Glas
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2009/10
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Florian Laubinger
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2010/11
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Christian Mayo Gedes
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Dr.-Josef-Schwalber-Realschule
Staatliche Realschule Dachau
Nikolaus-Deichl-Straße 1
85221 Dachau
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Tel: 08131 99686-0
Fax: 08131 99686-500
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